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Mittwoch, 11. November 2015

Novemberblues oder: Eine kleine Gesellschaftskritik

Als Eltern werden Sie es wissen, als Nicht-Eltern zumindest ahnen. Die Geburt des Kindes ist der mit Abstand leichteste Teil der Übung. Also technisch-administrativ gesehen, bitte nicht zur Gleichstellungsbeauftragen laufen liebe Mütter, danke :). Gefühlte 20 Jahre bevor es das erste mal für ihn relevant ist, bekommt der Filius vom Staat seine persönliche Steuer-Identifikationsnnummer, welche ihn fortan als braven und aufrichtigen Bürger und Zahlungsquelle begleitet, bis er dereinst den Ahnen in die ewigen Jagdgründe nachfolgt. Die Geburtsurkunde, seine erste Krankenversicherung, Aufnahme in diverse andere Haus- und Haftpflichten, alles kein Problem.

Die erste, wirkliche Hürde ist die Betreuung, wenn es sich die Eltern nicht erlauben können, fortan als Privatiers mit ihm zwischen Ibiza und Hawaii zu pendeln, oder zumindest auf dem Landgut eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Für die allermeisten von uns keine Option und so wird für die Eltern schon bald nach der Geburt die Frage "wohin mit dem Kind?" mehr Gewicht bekommen, als es einer jungen Familie vermutlich gut tut.

Die Karrieren der Eltern, gerade unsanft durch eigene Ansprüche an das Familienleben und die Kampfparole "Du bist größer, aber ich bin lauter!" unterbrochen, muss wieder in die Spur gebracht werden. Für viele bedeutet es auch, die nächsten Karriereschritte zu planen, also den planmäßigen Abschluss des Familienwachstums und einen eventuellen Jobwechsel miteinander in Einklang zu bringen. Auf der anderen Seite wird der Nachwuchs stetig größer/älter, bald schon folgen elementare Grundfragen zu Kita (Montessori? Städtisch? Eltern-Kind Initiativ? Waldkindergarten?) bzw. in vielen Gemeinden aus schlichten Kapazitätsgründen die verzweifelte Suche nach einer brauchbaren Tagesmutter. Kaum dort eingemündet, kann man das eigene Kind dann schonmal auf die Wartelisten von geeigneten Schulen setzen lassen, damit in 5 Jahren auch wirklich eine 3,33% Chance besteht, dass er/sie in die heiligen Hallen der nächsten Bildungsstufe aufgenommen wird. Auch hier muss dann gewählt und begründet werden, darf es eine Schule in kirchlicher Trägerschaft sein? Soll ein besonderes pädagogisches Konzept gefahren werden? Darf es auch althumanistisch, sprich mit Griechisch als zweiter Fremdsprache, sein (sollte der Junior Ambitionen Richtung Consultant oder Insolvenzanwalt zeigen, sicher keine schlechte Wahl)?

Sie sehen, wo wir eben noch dachten, die Entscheidung für ein Kind ist die mit Abstand schwierigste, so sind wir schon jetzt weit über die Erkenntnis erhaben und wissen es besser.

Den Ansprüchen der Eltern steht nämlich alsbald die Wirklichkeit der verfügbaren Plätze gegenüber. Je nach Wohnort hat man dann weder die Wahl zwischen Tagesmutter und Kita, bio oder elterninitiativ bzw. Klassen mit Übergröße statt jahrgangsübergreifenden Lernkonzepten. Es gibt schlicht im Umkreis von etlichen Kilometern nur einen Anbieter bzw. im schlimmsten Falle gar keinen!

Wäre hier eigentlich primär die öffentliche Hand, im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge, verpflichtet mindestens eine Grundvariation zur Verfügung zu stellen, ist die Realität brutal. Landauf und -ab müssen Eltern Rechtsanwälte für Kitaplätze bemühen, schließen Jugendämter gleich über Wochen und sind nur mehr mit der Abarbeitung von Altfällen beschäftigt, können Schulleiter schlicht aus Personalmangel nicht weniger als 32 Elfjährige in der ersten Gymnasialklasse gemeinsam unterbringen.

Zudem ist die Rechtsprechnung in dieser Hinsicht sehr ungnädig, Eltern, egal ob berufstätig oder nicht, ist eine 30-minütige Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (pro Richtung) zu einer Kinderbetreuungsstätte zumutbar. In anderen Worten, nac
h 8,5 Stunden pro Tag Arbeit, 2x 0,5 Stunden Wegzeit von und zur Kita und schon haben wir unsere Kinder über zehn Stunden nicht gesehen und die kleinen Racker sind seit mindestens 12 Stunden wach. Ganz viel Freude beim gemeinsamen Familienabend mit vielen, ausgeruhten und energiegeladenen Menschen!
(Das hieran nebenbei auch der Staat noch verdient, weil die Betreuungskosten aber der vollendeten neunten Stunden nicht mehr gedeckelt sind, steht dann nochmals auf einem anderen Blatt, welches allerdings nicht fern vom Schatzmeister der jeweiligen Kommune lagern dürfte...)

Somit ist die Realität für viele (junge) Familien die, dass ein Elternteil seine Arbeitszeit nachhaltig reduziert, täglich die Pendelei zu einer nicht fußläufig erreichbaren Betreuungseinrichtung auf sich nimmt und danach für einige Stunden einem Broterwerb nachgeht ehe am Nachmittag schon weitere Verpflichtungen mit oder ohne Kind die Aufmerksamkeit verlangen. 

An Aufstieg in der Firma oder berufliche Veränderung über die unmittelbare Region hinaus ist daher kaum zu denken, schließlich weiß niemand, ob, wann und wo man im neuen Wohnort eine halbwegs vertretbare Betreuung für den Nachwuchs bekommt.

Bis die staatlichen Stellen ihren Verpflichtungen in Form eines adäquaten Angebots und Verfügbarkeit desselben wieder nachkommen wird es also weiterhin viele Arbeitgeber geben, die über mangelnde Mobilität der Bewerber schimpfen und Politiker weiterhin propagieren, ma müsse für das eigene Dasein schon Veränderungsbereit sein.

Schöne neue Welt!

Samstag, 31. Oktober 2015

Sommerzeit? Winterzeit? Babyzeit!

Winterzeit? Sommerzeit? Zeitumstellung? Was wird nicht überall in den Medien geflucht, analysiert und gerätselt. Wie schädlich ist es für Babys? Warum tun wir es? Wie oft tun wir es? Von (bzw. nach) vorne oder von hinten? Und wer liegt eigentlich oben? Fragen über Fragen...

Auch meine Kleinfamilie geht dieser Tage in die zweite Version dieses staatlich angeordneten Eingriffs in den Biorhythmus.  Den einfachsten Part dabei habe zweifelsohne ich als Elternzeitler, den härtesten meine wieder berufstätige Frau. Warum? Nun, im Frühjahr war es so, dass unser Sohn die Existenz der Zeitumstellung einfach kategorisch bestritt, sprich den Tatbestand, dass 6 Uhr früh nun 7 Uhr war, einfach ignorierte. Da ich zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon wach und meist auch auf der Arbeit war, änderte es nicht allzu viel am Lauf des Tages. Diesmal aber ging es ja rückwärts, was befürchten ließ, dass aus recht zivilisiertem 7.00 - 8.00 Uhr aufwachen, wieder unsägliche 6.00 Uhr ff. werden würde. Dies wiederum würde völlig mit den Zeiten meiner Frau (die ja im Bad etwas länger braucht als ich) kollidieren und somit den gesamten Betriebsablauf nachhaltig verzögern.

Sie bemerken es schon, ich spreche im Konjunktiv. Die Realität ist nämlich ganz anders. Zwar ist der Biorhythmus meiner Frau nachhaltig verwirrt, das Baby kann aber nichts dafür. Der kleine Mensch lebt (zu Papas Glück) völlig zeitlos, aufgrund der Herbstferien standen auch die gesamte Woche keine Kurse an und Nahrung wird ohnehin frei von jeder Uhrzeit nach Bedarf abgefordert. Somit entschied er sich unbewusst erneut für eine Ignoranz der bürokratischen Willkür und schlief völlig befreit von allen Zwängen prompt zwei Stunden länger als üblich. Nun könnte man denken, es sei ein Ausrutscher gewesen, vielleicht weil am Vortag zu viel Input gegeben wurde. Weit gefehlt! 
Das kleine Unzeitwesen hat die Gelegenheit zum Anlass genommen, erneut seine Schlaf- und Wachphasen zu adjustieren. So kommt Papa aktuell in die völlig ungewohnte, aber durchaus nicht unangenehme Situation, dass der Sohn so um kurz nach 9 Uhr morgens damit beginnt, sich Tag und Welt zu erobern. Für eine Eule wie mich natürlich Luxus pur. Gleichzeitig verschläft er dadurch selig den Abschied meiner Frau in Richtung Arbeit, was die zu überbrückende Zeit bis zur glücklichen Rückkehr im Zusammenspiel mit dem wiedereingeführten Frühstücksschläfchen zwischen 11 und 13 Uhr natürlich auch noch einmal angenehm verkürzt.  Im Zuge dieser Rationalisierung wurde dafür das Nachmittagsschläfchen eingespart, womit unser kleiner Aktivposten uns aktuell abends bis 20 Uhr auf Trab hält.

Okay, ich gebe zu, kleine Synchronisierungsfehler gibt es auch bei uns, gestern beispielsweise wurden alle um 4.45 Uhr geweckt um einen Spielinput zu geben. Nachdem er sich nicht recht erklären konnte, warum Mama und Papa hiervon nicht ganz so angetan waren, folgten kurzer Protest (Düsenjäger beim Start) und kindliche Willensbekundung; schlußendlich ließ er sich trotzdem mit einer frischen Windel und Milch davon überzeugen, es nochmals mit schlafen zu probieren.

Ich komme also zu dem Fazit: Zeitumstellung mit nicht kitagebundenen Kindern und einem Elternteil in Elternzeit ist harmlos!  Babys innere Uhr sagt, völlig befreit von allen Zwängen der Welt, wann es was gerne hätte. Dass ein fast einjähriger hierbei Schlafgewohnheiten von den Eltern abschaut ist normal und erfreulich, was kommt, auch vor der nächsten Sommerzeit graut mir wenig, ob er nun um 6 oder 7 (alter Zeit) in der Kita ist, wird ihn herzlich wenig kümmern. Spannender wird es erst kommenden Winter, wenn er dann früher raus muss, damit Mama und Papa übermüdet und mit Mini-Jetlag pünktlich auf ihren Arbeitsplätzen sitzen. Aber wer weiß, vielleicht hat bis dahin ja doch wieder jemand Elternzeit...


Freitag, 2. Oktober 2015

Was war, was wird - Oktober Edition

Liebe Leser,

schon wieder ist ein Monat vorbei, das Weihnachtsfest kommt immer näher, die Versuchung, sich bei den aktuellen Außentemperaturen die ersten Printen zu Gemüte zu führen, immer größer. Bei unseren Omas und Opas ist bereits hektische Betriebsamkeit ausgebrochen um die Weihnachtsgeschenke für alle Enkel rechtzeitig beisammen zu haben, sonst könnte ja etwas vergriffen sein.
Da ich jedoch keine Debatten über Vorzüge von Warenverfügbarkeiten in Zeiten der Globalisierung führen möchte, belasse ich sie einfach in dem Glauben, dass früher besser ist und habe pflichtgemäß die Wunschliste für den kleinen Menschen übersandt.  Frohes Shoppen!

Bei uns hingegen kann von herbstlicher Entspannung keine Rede sein. Nachdem der Wiederbeginn des Arbeitslebens bei meiner Frau zunächst so gemütlich voranging wie geplant ist nunmehr seit knapp anderthalb Wochen Alarm in der Firma. Deadline jagt Deadline, globalisiertes Arbeiten mit 4 verschiedenen Zeitzonen erfordert unvorteilhafte Arbeitszeiten und sorgt dafür, dass Papa und Baby plötzlich deutlich mehr Zeit alleine miteinander haben, als zunächst erwartet. 
Glücklicherweise habe ich einen sehr pflegeleichten Sohn, der auch abgepumpte Milch anstandslos als Einleitung zum Mittagsschläfen akzeptiert, sonst würde es vermutlich wirklich finster aussehen. So allerdings schaffen wir mittlerweile unsere 8 Stunden ohne Mama recht erfolgreich (okay, kleinere Totalausfälle gibt es natürlich auch, aber zum Glück an einer Hand abzählbar) was dazu führt, dass unsere Verbindung noch enger wird. Kehrseite der Medaille ist, dass Mama natürlich ihr Kind vermisst, was wiederum zu Unzufriedenheit dort sorgt. Das Thema Work-Life Balance hat uns also, wie Sie sehen, voll erwischt. Welche Lösungen uns dazu einfallen, finden Sie bestimmt demnächst hier niedergeschrieben...

Auch mein Arbeitgeber hat zwischenzeitlich Sehnsucht nach mir bekommen, mittlerweile war ich zwei Mal (mit Nachwuchs) dort und werde wohl auch in den kommenden Wochen meinen Vorsatz, dort nicht aufzutauchen, nicht ganz einhalten können. Die feine Linie zwischen Karriere und Familie, die eigentlich eine klare Demarkationslinie sein sollte weicht auch zu meinem Bedauern (und meiner Überraschung) erstaunlich nachhaltig auf.

Und sonst? Ansonsten können wir nicht klagen. Gesundheitlich sind alle trotz herbstlichem Wetter auf dem Damm, Verwandte besuchen uns und der Alltagspapa hatte sogar zweimal in diesem Monat Ausgang. Der erste endete sehr spät (oder sehr früh? =)) in einem Pub, der zweite wesentlich geziemter schon am frühen Abend. Trotzdem ist das Sozialleben natürlich in keiner Weise mehr dem früherer Jahre entsprechend, allerdings gewinnt nach einem vollen Tag Kinderaction ein ruhiger Abend auf dem Sofa ungemein an Verlockung.

Der kommende Monat wird für uns zunächst nichts geplant Neues bringen, alle Kursen laufen bis zu den Herbstferien fort, neue Formate beginnen für uns erst im November. Trotzdem steht natürlich schon heute allerlei im Familienkalender, langweilig wird uns also mit Sicherheit nicht.

Aktuell befindet sich der Autor dieser Zeilen übrigens auf der Jagd nach einem Buggy für den Nachwuchs, das ständige verladen von 16kg Kinderwagen in die Familienkutsche geht mir so langsam aber sicher doch auf den Rücken...was ich hier bei ebay und Co erlebe ist abstrus genug, um nach meinem Kauferfolg mindestens ein weiteres Post sicherzustellen.

Bleiben Sie mir gewogen und genießen Sie mit Ihren Lieben ein tolles Wochenende, ich lege mich nun zwecks schamloser Ausnutzung der Mittagsruhe zu meinem Sohn.

Montag, 31. August 2015

Was war, was wird, was wurde?

Guten Abend liebe Leser,

heute keine Karriere als Thema, zum Einen weil es Monatsende und somit Zeit für eine Bilanz ist, zum anderen weil seit heute bei uns der Ernstfall eingetreten ist:

Papa allein zu Haus

Was bisher Blogtitel und stundenweises Herantasten an die Materie war, ist seit heute der neue, unbarmherzige Alltag. Meine Frau hat ihre Arbeit wieder aufgenommen.

Im letzten Monat (siehe Freitagsblog) haben mein Sohn und ich ja schon einiges alleine bewältigt und auch gemeistert. Allerdings, auch das ganz unverholen, haben wir auch nochmal die Sonne und die Freizeit in Berlin gebührend genutzt, um als Familie von Abendessen bis Zoobesuch alles mitzunehmen, was diese Stadt zu bieten hat. 

Seit heute bin ich also werktäglich für mindestens 7 Stunden alleine für Wohl und Wehe des kleinen Mannes verantwortlich, von frühmorgendlichen Windeln über Mittagsschlaf bis zur gebührenden Feier der Rückkehr der Hauptnahrungsquelle. Wir beginnen den Tag aktuell um kurz vor sieben, die Verabschiedung fällt glücklicherweise recht kurz und knapp aus, schließlich gibt es am neuen Tag noch soooo viel zu entdecken. Das Frühstück (der Butler reichte heute Toast, Gurke und Pflaume) wurde ausgiebig erkundet, weniger ausgiebig - genauer nur der Toast - verspeist und mit den Resten, die Papa nicht schnell genug in die Tupperdose evakuieren konnte, der Boden aufs Neue verziert. Erwähnte ich, dass unser Junge immer noch völlig verzückt ist von dem Phänomen Schwerkraft? Herr Newton kann sich kaum mehr darüber gefreut haben...

Es folgte ein Ausritt im Kinderwagen zum lokalen Grünzeug- und Fleischhändler, begleitet durch heftiges Niesen bei Sonneneinfall, angeregtes Ah und Ohhhhh bei der Analyse der vorbeifahrenden Kehrmaschine und desinteressiertem Gähnen an der Fleischtheke weil heute partout kein Scheibchen Fleischwurst abfallen wollte.

Zurück von der morgendlichen Revierrunde, wurde (zum ersten Mal unter realistischen Bedingungen) das Ergebnis der verordneten Milchpumpe verkostet. Zu meinem Erstaunen gab es hier keine größeren Beschwerden. Man erkennt zwar am Blick deutlich die Irritation, dass dieses Mama-only Produkt nun plötzlich auch in Gebinden abgefüllt daherkommt, aber letztlich schmeckt es ihm trotzdem. Glücklicherweise macht trinken müde, so dass der diensthabende Papa im Anschluss neunzig Minuten geschenkt bekam, um Alltagsdinge von Frühstücksspurenbeseitigung bis Post abzuarbeiten.

Da fehlt doch jemand...
Wenn unser Sohn seine Nickerchen planmäßig beendet, schreit er nicht  etwa um Aufmerksamkeit. Zunächst steht er eigenständig auf und schaut aus seinem (neben dem Elternbett postierten) Gitterbett, ob nicht zufällig eines der Elterntiere nebenan liegt und ausruht. Erst nach erfolgter Fehlbestandsprüfung in diesem Zimmer erfolgt der akustische Alarm - dann dafür aber umso enervierender - Widerspruch durch wen auch immer ist von vorne herein nicht mehr zulässig.
Eine ausgiebige, krabbelnde Begehung der Wohnung später, folgte dann das, wovor ich von Anfang an den größten Respekt hatte - die Stimmungsschwankung. Weder Lieblingsspielzeug noch weitere Milchofferten und schon gar nicht die aberwitzige Idee eines erneuten Ruhepäuschens konnten den jungen Mann beruhigen - ein dauerhafter Fehlbestand an Mama war verzeichnet und eine wie auch immer geartete Alternativlösung außer die Beibringung selbiger wurde grundsätzlich verworfen.

Glücklicherweise hatte meine Frau zu diesem Zeitpunkt bereits den Heimweg angetreten, so dass ich mich über ein spätes kaltes Mittagessen - eine sogenannte Jause - mit Toast und Maisflocken in die Begrüßungseuphorie ob der wiederentdeckten Mama retten konnte...puuuuh

Danach war ich erst einmal zwei Stunden völlig abgemeldet und auch meine Frau konnte nichts tun, ohne dass ihr 80cm Mensch auf jedem Schritt folgten. 

Fazit

Der erste Tag ist vorbei, ich persönlich würde sagen, er war erfolgreich. Wir hatten keinen geregelten Tagesablauf oder Plan für heute, alles war für meinen Sohn neu und ungewohnt und trotzdem hat er es sehr gut gemeistert. Auch die Abstimmung zwischen meiner Frau und mir hat gut funktioniert, in Zeiten von Whatsapp und Co bekommt sie glücklicherweise recht schnell mit, wenn daheim die Dinge aus dem Ruder laufen...
Der nächste Arbeitstag kann also kommen.


PS: Aus gegebenem Anlass habe ich von meiner Frau noch eine "Betriebsanleitung Kleinkind" aus dem MosaikVerlag geschenkt bekommen - ein Schelm wer böses dabei denkt ;)